Thomas Stein zum KdoW für den Stadtbrandinspektor

Bei dem Informationstermin mit der Feuerwehr am 22. Februar 2018 wurde das Für und Wider zur Beschaffung eines Kommandowagens diskutiert. Der KBI, Herr Binsch, legte großen Wert darauf, dass die Stadt den BEP endlich erfüllen soll. Im BEP sei ein Kommandowagen aufgeführt, daher müsse die Stadt auch den Plan erfüllen und den Wagen kaufen. Würde die Stv.-Versammlung diese Beschaffung ablehnen und die Stadt das Fahrzeug aus dem BEP streichen lassen, könne der Landkreis Gießen als Aufsichtsbehörde unter Umständen den Haushalt der Stadt nicht genehmigen.
Das auf uns Druck auf diese Weise ausgeübt wird, ist für uns ein grenzwertiges Verhalten.
Für diese Art von Machtspielchen auf Kosten der Steuerzahler haben wir als CDU kein Verständnis!
Warum muss die kleinste Kommune des Landkreises Gießen ein Kommandowagen beschaffen, wenn doch um uns herum keine Gemeinde solch ein Fahrzeug hat oder braucht? Solch ein Fahrzeug wird weder in der Rabenau, in Staufenberg oder im Ebsdorfergrund gefahren.
Für uns ist das nur ein reines Prestige-Objekt, das mit aller Macht durchgesetzt werden soll!
Der Vorwurf vonseiten des SBI, nur er könne den Einsatz leiten und weitere Hilfskräfte anfordern, halten wir für nicht nachvollziehbar. Die Stadt hat in den letzten 10 Jahren für mehr als 2 Millionen Euro in die Modernisierung der Ausstattung (Neubau der Halle, neue LF-Fahrzeuge, neuer ELW…) investiert. Hier besitzt heute jedes Feuerwehrfahrzeug Digitalfunk und ist mit der Rettungsleitstelle immer verbunden. Jede Einsatzkraft kann Kontakt aufnehmen und Hilfskräfte für den Einsatz nachfordern. Das ist nach unserer Ansicht nicht nur dem SBI vorbehalten. Wenn dies so ist, wäre bei einer Erkrankung des SBI kein Einsatz mehr möglich, was für uns absolut absurd erscheint. Da bisher alle Einsätze auch ohne Kommandowagen geleistet werden konnten, können wir nicht verstehen, warum wir diese Anschaffung brauchen.
Ich glaube, wenn wir heute das Fahrzeug genehmigen, wird dies weitreichende Auswirkungen auf unseren Haushalt haben. Nicht nur auf unseren, sondern wir werden auch Begehrlichkeiten in den Nachbarkommunen wecken. Vielleicht werden wir auch damit Berühmtheit erlangen, wenn wir im Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes aufgeführt werden und zu den Steuergeldverschwendern gezählt werden.

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